Von Dämonen und Rudeltieren

Session 18 - Von Gott und Dämonen

Auf ein Mal ist alles still. Die Gruppe, die sich in Tanrinns mobile Unterkunf zurückgezogen hat, kann aus dem Nebenraum keinen Laut mehr wahrnehmen. Die gigantischen Statuen und der kolossale Dämon haben sich einiges abverlangt, doch überlebt hat die Schlacht keines der Wesen.
So ist es aber auch nicht verwunderlich, dass die Überresten aus der Schlacht, die zerbröckelten Körper der Statuen, den Durchgang weiter ins Innere der Höhle blockieren.
Eine genaue Untersuchung der Raummauer lässt allerdings wieder Hoffnung in die Runde kehren. Kachrohr entdeckt eine sehr subtile Türumrandung aus Kreide. Ein geheimer Durchgang? Um dies in Erfahrung zu bringen folgen die Gefährten einer Spur, die sie an den Eingang der Höhle führt. In einem grossen Sarkophagen soll die Antwort liegen. Als Michael jedoch den Sarkophagendeckel zur Seite zu schieben versucht, wird ihm die Arbeit vom Wesen abgenommen, das im Innern des Sarkophages ruht. Ein alter, glatzköpfiger Mann springt energisch schreiend aus dem Grab. Die Verwirrung unter den Helden ist gross, die Überraschung lähmt sie vorerst. Allerdings soll die Konzentration schnell wieder zurückkehren und die Kampeslust ist kaum mehr zu übertreffen. Ein Kampf, dem es an Intensität nicht mangelt. Und an Überraschungen, denn während sich der alte Mann schreiend auf Nakai und Michael stürzt, hat Tanrinn ebenfalls etwas zu sagen. Pathetisch wendet er sich dem alten Mann zu, sammelt sich und schickt den Untoten, der nicht weiss wie ihm geschieht, direkt in die tiefen der Hölle.

Die Spur stellt sich als die richtige heraus. Ein magischer Schlüssel liegt im Sarkophagen und ohne zu zögern wird er an der Kreidetür angewendet, zuvor aber wird Zeg von Nakai in den Süden geschickt, als Späher, um Informationen über das dort Geschehene und dem Aussterben seiner Rasse zu sammeln.
Hinter der Mauer, ein Durchgang. Dahinter: Weitere Räume, Dämonen, lange schmale Gänge mit weiteren runden und eckigen Räumen dahinter… Auch ein Rückportal aus dem Abyss liegt in einem Raum versteckt. Und ein Fluss, der als Pass zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten dient, doch damit haltet sich die Gruppe nicht auf. Denn nebst all den dunklen und feuchten Räumen finden die Helden einen Ausgang, sowie einen Bekannten… Der blaue Drache, der die Festung tage zuvor vernichtet hatte, liegt friedlich auf seinem wertvollen Schatz schlafend. Aus Erfahrungen aber lernt man und die Gruppe hat bereits gesehen, wozu solch ein Wesen fähig ist. Die Gefährten sammeln ihre Kräfte, konzentrieren sie auf den Drachentöter, auf Nakai. Die Kräfte seiner Mitstreiter in sich tragend stürzt sich Nakai auf den Drachen. In wilder Raserei verfallen schwingt Nakai seine Schwerter, die sich bei jedem Schlag tödlich durch die dicke Schuppenhaut des Drachens bohren, als wäre kein Widerstand vorhanden. Kurz darauf ist alles vorbei, der Drache ist gefallen und Nakai kommt wieder zu sich, von Blut, Knochen und Eingeweide umgeben. In diesem Augenblick ertönt ein leichtes Surren, verursacht von einem goldenen Wind, welches durch die Höhle zu Nakai bläst, ihn vom Boden erhebt, vollständig durchtränkt und so mit einer unbekannten Macht versehrt.
Umgeben von einem goldigen Schleier nimmt er den abgetrennten Drachenkopf vom Boden auf, schreitet durch den Ausgang ins Freie und wirft den Kopf vor die Füsse der rund 25 dort Wache haltenden Söldner. Der Drache ist endlich gefallen, der Schatz im Besitz der Gruppe und die Söldner haben zu tun, wozu man sie einstellt. Denn das ist was Nakai mit den Söldnern vorhat, sie als Begleitung in die Unterwelt mitzunehmen. Eine Vereinbarung ist schnell getroffen und die grosse Reisegesellschaft macht sich am nächsten Morgen auf den Weg über den Pass zurück in den Höhleneingang.

Keine Zeit ist vergangen, als die Gruppe in der Ferne einen Lager ausfindig macht. Eine Horde Dämonen hatte tatsächlich wie in Tanrinns Vision das Dorf östlich des Berges angegriffen. Dank den Warnungen der Gruppe gab es einige Überlebende, die weggegangen waren und nun auf die Helden im Lager wiedertreffen. Ein schönes Wiedersehen, anfangs zumindest. Das göttliche schimmern Nakais, zusammen mit der Dankbarkeit der Überlebenden gegenüber der Gruppe lässt Nakai in den Augen der Überlebenden plötzlich reifer aussehen. Manche fangen an, ihn als eine Art Auserwählten, als eine Art Gott anzusehen und als solchen auch anzubeten. Zu viel für Salomon, der nur eine Wahrheit kennt. Ohne Erklärung, ohne Worte des Abschieds, von Pelors Einzigartigkeit Überzeugt begeht Salomon Selbstmord. Eine Tat, die Michael und Kachrohr nicht nachvollziehen können. Um Salomon zu ehren gedenken sie allerdings, eine Kapelle in seinem Namen an dem Ort zu errichten, an dem er von ihnen ging.

Das Zusammentreffen mit den Überlebenden erzwingt auch eine Planänderung. Nakai beauftragt die Söldner damit, die Dorfbewohner sicher nach Makalash zu geleiten. Dort sollen alle die Nachricht verbreiten, dass man sich nicht mehr sicher fühlen könnte und entsprechend Schutz vor den Dämonen suchen sollte, und dass Nakai, Michael, Kachrohr, Tanrinn und Sorg sich zur Aufgabe gemacht hätten, das Böse in die Unterwelt zu verbannen. Entsprechend ist ein Besuch in das Abyss – ohne Söldner, mit Dämonen unterwegs die alles vernichten – vorerst verschoben. Die Minotauren hatten etwas von einem Schwert gesagt, das im Besitz eines Titanen sein soll… und das hat entsprechend neu erste Priorität.

So macht sich die Gruppe nicht richtung Höhle, sondern bricht nach Osten auf, wo sie nach einem Tagesflug bereits auf den Titanen treffen. Der Titan, wie sich herausstellt, verlangt für das Schwert nur eines: er muss in einem fairen Kampf besiegt werden. Allerdings strahlt er eine unglaubliche Macht aus und die Gruppe fühlt sich dem Riesen nicht gewachsen.
Inspiriert von der Tötung des Drachen schlagen die Helden dem Titanen vor, in einem Kampf Mann gegen Mann gegen Nakai anzutreten, nicht jedoch ohne Vorbereitung und Hilfe der weiteren Gefährten im Vorfeld des Kampfes. Diesem Vorschlag wird zugestimmt.

Aber ein vorbereiteter Titan ist kein schlafender Drache, was schon relativ schnell klar wird. Der Kampf fängt an und der Titan hat sich hinter einer geschlossenen, runden, hohen Dreifachmauer verbarrikadiert, begleitet von vier Spiegelbilder seiner selbst. Nakai, unsichtbar, gelingt es unbemerkt über die Mauer zu gelangen und schlägt auf den ebenfalls unsichtbaren (nicht für Nakai) richtigen Titanen. Nach dem Angriff ist der Titan nun fähig Nakais Position auszumachen und befreit ihn von jeglicher magischen Unterstüzung, teleportiert sich aus dem eingemauerten Kreis und beschwört einen Meteoriten nach dem anderen. Geschwächt und kurz vor der Ohnmacht gelingt es Nakai, ebenfalls über die Mauer zu klettern; zum Titanen kommt er jedoch nicht mehr. Ein weiterer Meteorit, eine weitere Explosion und der Kampf ist vorbei.
Der Titan wurde nicht besiegt, er ist aber beeindruckt von dem Willen und der Durchslagskraft der Gruppe. So entscheidet er sich dazu, das Schwert dem zu schenken, der es am besten schwingen kann – Michael. Seine drei Brüder hätten auch noch Ausrüstung, sie sei aber selbstverständlich nicht so gut wie das Schwert, meint er kurz bevor er die gesamte Truppe mit einem Fingerschnipsen nach Makalash teleportiert.
Makalash, das allerdings nicht so aussieht wie es sollte.. brennende Häuser und dunkle Dämonen heissen die Helden willkommen! Was ist da wohl vorgefallen…

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FlorianSpitzli Arcesius

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