Von Dämonen und Rudeltieren

Session 11: Der schwebende Thron

Erschöpft von der Flucht vor der Riesenspinne ging Salomon in die Hocke und die Phiole mit Philandors Atomen, die er rektal aufbewahrt hatte, plumpste heraus und ging in Stücke. Aus der Asche erhob sich erneut Philandor der Bald-Elf, und seine Irritation konnte nicht besänftigt werden, da die Helden sich in äusserster Eile durch den Gang weiterkämpften. Am Ende des Ganges eine grosse Höhle mit einem Fluss der von links durch zwei Löcher hinein und rechts durch zwei zwergisch meisterlich gearbeitete Tunnelbögen wieder herausfloss. Gegenüber lag ein Strand, den zu erreichen sich die Helden entschlossen. Mit einem Spruch biblischen Ausmasses machte Salomon den Weg frei. Tanrin legte am Strand sein Badetuch aus und besah sich die Seehunden seines allsehenden Orakels, des sehenden Auges. Neun Fragen reichten nicht aus um spitzzukriegen wohin der weitere Weg idealerweise führen sollte. In Lachse verwandelt unternahmen die Helden einen Versuch stromaufwärts zu schwimmen. Aber die Luft ging ihnen aus. Philandor hatte den falschen Tunnel angepeilt. Er wurde von Tanrin an der Rosette aus dem Wasser geangelt. Ob soviel Unschwimmbarkeit machte sich Michael an die hochwillensstarkheiterfordernde Übung, in seinem Gesicht Kiemen wachsen zu lassen. Es gelang ihm sogar und die Helden waren schnell zur Stelle ihn ins Wasser zu werfen als er an der Luft keine Luft mehr zu bekommen drohte. Desweiteren zeigten seine Freunde sich über diesen doch ungewöhnlichen Vorgang nicht weiter erstaunt. Um die Nacht trocken zu überstehen wurde ein kleiner Steinwall errichtet. Salomon träumte und alle anderen schliefen auf der Wache ein. Frisch gestärkt und in den Verliesen unbehelligt wurde ohne grosse weitere Pläne zu schmieden entschieden, dass der Weg also bachab führen sollte. Gesagt getan. Als Hechte und Menschen mit Kiemen schwammen die Helden hinab, bis sie zum Wasserfall gelangten, den sie bereits kannten, nämlich bei der Zwergenfestung. Als Erster kam Tanrin über die Klippe geschossen. Ein echter Hecht, als er sich zurückverwandelte und graziös auf seiner Flugscheibe über den Wassermassen zum Stillstand kam. Salomon entschied sich – nicht minder spektakulär- den freien Fall in seiner eigenen Form mit einem Treppengang durch die Luft zu unterbrechen. Hintendrein schwebte Kachror wie eine Feder. Michael schuf kurz vor dem Kontakt mit der durch 250 Meter Höhenunterschied beinharten Wasseroberfläche eine Wassermasse um sich, die ihn haarlos im Element bleiben liess. Am Ende fiel Philandor und er kam ebenfalls, nur etwas schneller und ungebremster, unten an. Sobald er geflickt war gingen die Helden ab in den Thronsaal um die Schlüssel im Thron umzudrehen. Der Thron begann zu schweben und zu tönen wie ein tolles Maschinchen. Er liess sich ganz leicht durch den Raum bewegen. Als Michael sich draufsetzte und den Kelch in eine unverzierte Stelle absetzt, konnte er den Thron mit dem Kelch steuern. Weil diese Leistung der Helden die einzige im Thronsaal blieb und die Helden sich mit dieser Leistung mehr als nur glücklich fühlten, wurde entscheiden, dass die Reise umgehend weiter nach Makkalesch gehen sollte. Und damit dies schnell gehen konnte wurde anhand der rudimentären geographischen Kenntnisse Tanrins eine Route über die Berge geplant. Als Kompass sollte das sehende Auge dienen. Alle Helden wurden auf Flugscheiben verfrachtet und genossen den angenehmen Flug. Als sich der Tag zu Ende neigte, sichtete der Ausguck ein Dorf tief unten, das die Helden anzufliegen entschieden. Um die Landung sphärisch zu gestalten setzten die Helden grosse Mengen an Nebel und Licht ein. Geblendet und überrascht kamen die Dorfbewohner herbeigeeilt um zu sehen wer denn da kommen möge. Zehn Meter über dem Boden begann der Nebel sich zu verziehen und den Blick auf die Helden freizugeben, als Salomon durch die Lüfte zu Boden schritt. Einer der Bewohner stand vor allen anderen. “Können wir hier duschen?”. Natürlich und nicht nur das, die Helden sollten auch gleich noch das Begräbnis des Bürgermeisters vornehmen und die Wahl eines neuen begleiten. Kachror drückte aus, wie grossherzig gut und hilfsbereit die Helden waren: “Gerne werden wir an Eurer Bestattung teilnehmen”, sagte er dem Mann, der sich als John vorgestellt hatte. Er sollte Lieder dichten um die Feier- und Trauerkeiten musikalisch zu untermalen. Für Essen Trinken und Frauen sollte ebenfalls gesorgt sein. Nicht einmal der böse alte Mann, der an einer Ecke stand, konnte in diesem Moment die Grossherzigkeit und Wonne der Helden trüben. Sie beschlossen aber, auch während der gesellschaftlichen Aktivitäten ein Auge auf ihn zu haben.

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FlorianSpitzli Ramos

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