Von Dämonen und Rudeltieren

Session 9 - Eiswelten

Knapp war der Sieg, doch um so erfolgreicher die Ausbeute. 3 neue Mitglieder hat die Gruppe (temporär) gewonnen, wenn es sich auch um Vogeltiere sonderlicher Farben handelt. Gerade recht kommen sie, nicht zuletzt in Michaels Interesse (denn in nicht all zu weiter Zukunft wird er sein Versprechen einlösen und seine Würde und Ehre eines Gegenstandes wegen aufgeben müssen), doch auch kräftig scheinen sie zu sein und können somit gut anpacken.
Der Weg zum grünen Chocobo scheint allerdings noch ziemlich weit zu sein und weiter als für die Orange Federbekleidung wird es in diesem Tagebuch nicht reichen…

Wie dem auch sei, es geht hier ja schliesslich um die Reise, und diese wurde auch ohne zu zögern gegen Norden fortgesetzt. Wildvieh scheint von unserer Heldentruppe derart beeindruckt zu sein, dass sie sich nicht mal blicken lassen. So verlief der weitere Weg relativ ruhig und man könnte sich schon an die warmen und ruhigen Tage am Fluss gewöhnen. Immer Michaels Nase folgend gerieten unsere Helden also immer weiter in den Norden, wo sie plötzlich einen Wald erblickten. Makalash liegt ein paar Wochen weiter westlich, dies scheint jedoch nicht mehr wichtig zu sein, so war der einzige Grund für den Besuch dieser Stadt eine ausstehende Dattellieferung, welche aber aus Gründen, die hier nicht weiter erläutert werden (das wäre der Gruppe zu peinlich) nicht abgeschlossen werden kann.

Der Wald weckte also ein gewisses Interesse in unseren Freunden. Eigentlich verständlich, wie sich in Kürze herausstellen wird.
Die bisher auf der Reise gewonnene Erfahrung zahlte sich aus und so rat Kachror zur Vorsicht. Kein schlechter Rat, denn als Zelander ohne viel zu überlegen Feuer in den Wald reinballerte (was unter normalen Umständen hätte fatal enden können), scheinen die vom Feuer getroffenen Bäume zu schmelzen. Doch nicht die Bäume selbst schmelzen (wie könnten sie auch), sondern sind von Eis bedeckt. Eine schneidende Kälte herrscht in diesem verhexten Wald, welche sich bis zur Waldgrenze erstreckt um abrupt aufzuhören. Jedes Lebewesen, das bei Verstand ist hätte keinen Fuss in diesen Wald gesetzt.. doch nicht so unsere Truppe. Sich zusammenreissen und weiter gents nach Norden; sie kennen nichts.
Es wurde schnell klar, dass sie auf eine Art Kältequelle zuliefen, denn die Kälte nahm mit jedem Schritt zu. Noch war sie allerdings (einigermassen) erträglich.
So erreichten sie nach einer Weile ein kleines Dörfchen. Aber auch die kältegewohntesten Menschen müssen mal heizen und aus den Kaminen stieg keinen Rauch… ein genauerer Blick verrät auch warum. In der Dorfmitte bot sich ein grausamer Anblick.. eine Mutter hält seinen Sohn hoch, beide sind eingefroren.. was natürlich auch verrät, dass die Kälte sehr plötzlich hat kommen müssen..
Unbeeindruckt machte sich Michael auf die Erkundung des kleinen Dorfes.. 5 Lehmhütten, mehr hat dieser Ort nicht zu bieten. Doch bereits die Durchsuchung des ersten Hauses (in welches weitere eingefrorene Menschen gefunden werden) verriet ihnen etwas mehr. Ein Ring zeigt: diese Menschen müssen vor etwa 600 Jahren gelebt haben! Sind sie seither vereist? Warum hat sie niemand vermisst oder ist auch nur zufällig auf diesen Ort gestossen? (wahrscheinlich weil, wie bereits erwähnt, sich niemand, der bei Verstand ist in diesen verfluchten Ort getraut hätte) Vielleicht lebte auch niemand um davon zu berichten…

Wenig später, in einem weiterne Haus, lebende Kreaturen! Allerdings keine, an die man Freude hätte (vor allem Zelander durfte am eigenen Leib erfahren, wie sich solch ein veränstigtes Tier verhält). Doch aus jeder Situation lässt sich was machen.. kurzerhand wurden die Wölfe getötet und das Fell wurde ihnen abgezogen.. In dieser Kälte ist jeder Schutz willkommen.

Es hatte noch nicht zu dämmern begonnen, so dass sich die Truppe dazu entschloss, sogleich weiter zu reisen. Die Kälte wurde immer stechender und es war noch keine Ewigkeit vergangen, da erreichten sie auch schon einen Höhleneingang… ebendiese Höhle wurde von der Truppe als die Kältequelle identifiziert… doch langsam wurde es dunkel und von Dämonen muss man sich nun mal fürchten, so dass das Unbekannte noch nicht herausgefordert wurde. Stattdessen fand es Kachror eine gute idee, eine riesige und umständliche Falle vor den Höhleneingang aufzustellen (niemand bemerkte das Fehlen jeglicher Spuren, aber männlicher Tatendrang lässt sich nunmal nicht abschalten).

Mit der Rückkehr ins Dorf erhoffte man sich auch eine wärmere Umgebung. Da hatte man sich allerdings zu viel gewünscht, denn wärmer wurde es nicht. Eher sehr viel kälter und zwar so sehr, dass das Feuer nicht mit der frostigen Luft zu kämpfen wagte und erlosch, die Wolfsfelle straff und der Atem jedes einzelnen auf der Stelle flüssig wurde. Kurz davor waren sie aufzugeben und das Tagebuch hätte hier enden können, doch das tut es glücklicherweise nicht. Die einzige Möglichkeit: Die Kältequelle ausfindig machen und so schnell wie möglich beseitigen…
Auf den Weg in die Höhle hatten sie Glück, dass sich nicht mal Dämonen in diese Kälte wagen. So erreichten sie, zwar durchfroren aber ganz, den Höhleneingang. Keine Überraschung, dass die Falle nicht ausgelöst wurde, aber das spielt wie gesagt keine Rolle. Hauptsache, sie steht.
Doch die Kälte in der Höhle war noch unerträglicher, falls man sich das überhaupt vorstellen kann. Eisiger Wind wehte alle ins von nichts als Dunkelheit umhüllte Gesicht. Für Zelander war es zu viel, und so Endet hier seine Geschichte. Wir werden noch angemessen Abschied von ihm nehmen.

Als Nakai, Michael und Kachror die Augen wieder öffneten, war es hell. Nicht nur das, sondern auch wärmer war es geworden. Allerdings schienen sie in einer Art Verlies und bald fiel ihnen auch auf, dass Kachror um einen Arm leichter geworden war. Doch es blieb ihnen keine Zeit um Fragen zu stellen – und eigentlich kümmerte es die anderen nicht besonders – , denn eine ältere Gestalt war plötzlich vor den Verliestor erschienen…

Tanrin, so stellte er sich vor, befreite unsere Kameraden, welche ihm im Gegenzug ihre Hilfe anboten. Eine Zwergenfestung war das Ziel von Tardis, und beim verlassen der Festung wurde auch schnell klar, dass sie weit nicht sein konnte, denn Zwergenskelette lagen übeall und an jedem Ort. Tanrin erklärte den gefangen genommenen, er glaube, die Höhle (und die sich darin befindliche magische Falle), einst den Zwergen gehört hatte. Eine Magieabweisende Barriere könnte seiner Meinung nach die Kälte verstärkt haben.
Es gab allerdings noch eine Kleinigkeit zu erledigen… Zelander hatte unseren Helden während der Reise ja ziemlich unterstützen können und solch eine gemeinsame Zeit bringt Menschen ja zusammen; so konnten sie den eingefrorenen Zelander nicht einfach in der Höhle zurücklassen! Ach, und Kachrors Arm konnte ja auch noch irgendwo sein..
Kachror also machte sich auf den Weg in die Höhle, unterstützt von einem Chocobo und ausgerüstet mit nichts als einen Schlitten.. Was ihm wahrscheinlich das Leben gerettet hat. Chocobo, ein ohnmächtiger Kachror und ein tiefgefrorener Zelander entkamen so auf einem Schlitten der Kälte der Höhle.

An dieser Stelle nehmen wir von Zelander Abschied. Sein Körper wurde angemessen begraben und so möge er in Frieden ruhen.

Unsere Gruppe hätte nun mit dem dazugestossenen Tanrin sich auf der Suche nach der Zwergenfestung machen können.. Kachror aber wollte die Suche nach seinem (beim zweiten Besuch nicht gefundenen) Arm nicht aufgeben und überredete auch Nakai dazu, ihm ein DRITTES Mal in einen fast sicheren Tod zu folgen. Kachror sollte es noch bereuen. Leicht bekleidet und kaum bewaffnet – sie wollten die Kälte ja nicht durch magischen Gegenstände noch unerträglicher machen – betraten sie die Höhle ein weiteres Mal.
Drei Tage waren sie ohnmächtig. Als sie aufwachten, waren sie wieder im Verlies. Für Kachror aber sah es nun nicht mehr so gut aus. Gut, hässlich war er schon immer gewesen und seine Kampfkünste hatten auch mit 4 Gliedmassen zu wünschen übrig gelassen.. nun hatte ihm seine Hartnäckigkeit aber einen Arm und neu einen Bein gekostet!

Nun aber machen wir mit der Zwergenfestung weiter… Das Verlies befand sich am Fuss eines Wasserfalls und in unmittelbarer Nähe eines Sees. 150m hoch war dieser Wasserfall und an beiden Seiten befanden sich je eine Platte von 20m Durchmesser. Die Symbole auf den Platten wollen wir hier nicht näher erläutern, denn zumindest mit einem davon konnten unsere Helden sowieso nichts anfangen.
Der Wasserfall war so hoch, dass man sich nicht in die Nähe des Wassers traute. Ein Weg aber führte hoch auf den Wasserfall und kurze Zeit später standen die gesamte Gruppe in 150m Höhe. Michael und Tanrin waren vorausgegangen und es irgendwie geschafft, eine der riesigen Platten zu drehen, so dass nun ein Teil des fallenden Wassers umgelenkt wurde und dahinter… die Zwergenfestung zum Vorschein kam! Die Gruppe seilte sich von oben in die verlassene Festung ab und suchte den Thronsaal auf. Dort fanden sie eine Bibliothek, zwar halb vom früheren Hochwasser zerstört, aus welcher sie (hoffentlich noch als nützlich zu erweisende) Bücher zu sich nahmen. Sonst konnten sie nichts interessantes ausfindig machen (mit den Schlüssellöchern am Thron hatte Kachror zu kämfen, blieb jedoch erfolglos) und so stiegen sie ab in den Keller, wo sie einen versteinerten Drachen fanden; einen Schlüssel in der einen, einen Zettel in der anderen Hand haltend…

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FlorianSpitzli FlorianSpitzli

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